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Donnerstag, 17. November 2011
Ein kleiner Ausblick auf den 12.Spieltag Wie viel Löw steckt in der Bundesliga?
Wir alle haben die Auftritte der Nationalmannschaft in der letzten Zeit gesehen. Auftritte, geprägt von Dominanz und taktischer Varianz und Disziplin.

Doch wie viel davon steckt im deutschen Vereinsfussball, wer hat in der Bundesliga beim Jogi abgeguckt?

Wenn am Samstagabend der FCB und der BVB aufeinandertreffen, wird auch hier gute taktische Ausbildung und Einstellung präsentiert werden.
Beide Mannschaften spielen am liebsten im 4-2-3-1, also genau dem System, das auch die DFB-Elf so erfolgreich macht.
So wird also das Spiel in der Allianz-Arena zeigen, wer dieses Sytem am besten beherrscht.

Momentan wirken die Bayern souveräner und schaffen es besonders in Heimspielen dem Gegner ihr Spiel aufzuzwängen. Doch nun kommt mit dem BVB nicht Freiburg oder Ingolstadt sondern der aktuelle deutsche Meister, der, wenn er sein Spiel spielen darf, von den Münchnern schwer zu stoppen sein wird.

Größtes spielerisches Mittel der Westfalen ist die spielstarke Innenverteidigung mit Neven Subotic und Mats Hummels, die nahezu alleine den Spielaufbau übernimmt und es allzu oft gut versteht, das 5er Mittelfeld einzusetzen. Und über die Qualität von Shinji Kagawa und Mario Götze brauch nicht zu diskutiert werden.

Bei den Bayern kommt zu der ebenfalls im Aufbau starken Innenverteidigung (mit Holger Badstuber, dessen Diagonalpässe zum Beispiel dem 1.FC Nürnberg den Zahn zogen.) das beste zentrale Mittelfeld der Liga. Nun fehlt zwar Bastian Schweinsteiger neben Toni Kroos aber auch mit Tymoschchuk oder Luiz Gustavo wird die Mannschaft von Jupp Heynckes im Mittelfeld das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Denn der BVB hat mit dem Abgang von Nuri Sahin eben diese Dominanz zu Teilen verloren. Genau dieser Nuri Sahin war es, der vor einem halben Jahr den Rekordmeister im eigenen Stadion fast im Alleingang besiegte.

Doch wer in diesem Duell die Nase vorn hat, wird in den kleinen Details entschieden; man darf gespannt sein.

Ansonsten ist Joachim Löw beim Blick auf die taktischen Ausrichtungen weniger vertreten.

So spielt zum Beispiel der HSV unter Michael Fink einen anderen Aufbau. So muss sich Denis Aogo auf eine Umstellung von Dienstag einstellen. Bei der Nationalmannschaft musste er im Spielaufbau eher wenig vorrücken, unter Thorsten Fink spielen die Außenverteidiger fast Flügelstürmer und man spielt in der Offensive mit Dreierkette hinten. Zu den Innenverteidigern kommt dann einer der Sechser und versucht das Spiel anzutreiben. Doch auch Fink geht es um die Kontrolle im Spiel.

Ganz anders geht Hannover 96 zu Werke. Hier geht es nicht um Ballbesitz oder Dominanz am Ball sondern um das schnelle Umschalten. Der behutsame Aufbau wird hier durch die 10-Sekunden-Regel ersetzt. Nach Ballgewinn soll innerhalb von 10 Sekunden der Torabschluss erfolgen. Das ist zwar effizient, aber schwierig sobald man selbst das Spiel machen muss.

Insofern scheint das 4-2-3-1 mit kontrolliertem und dominatem Aufbau sowohl beim DFB als auch beim FCB und BVB am erfolgreichsten zu sein.

Mehr zum Spieltag bald!

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